Krypto-Crash voraus? Bis 31. März 2026 haben Anleger laut CryptoQuant-CEO Ki Young Ju Zeit
Laut Ki Young Ju, CEO des On-Chain-Analysehauses CryptoQuant, könnte Bitcoin im ersten Quartal 2026 vor allem eines liefern: eine „boring sideways“ Phase. Seine Begründung ist nüchtern. Kapitalzuflüsse seien zuletzt spürbar versiegt, während Teile des Interesses zurück in klassische Märkte wie Aktien sowie „stocks and shiny rocks“, also Gold und Silber, wandern. Einige Marktteilnehmer lesen daraus nicht nur Langeweile, sondern ein erhöhtes Risiko für einen breiteren Drawdown, falls ein externer Trigger dazukommt. Der 31. März 2026 ist dabei die praktische Deadline, weil er das Ende von Q1 markiert, und damit den Zeitraum, in dem sich diese These bestätigen oder entkräften dürfte.
Ki Young Ju’s Analyse im Detail: Was wurde wirklich gesagt?
Für die Einordnung ist ein Punkt zentral: Ki Young Ju ruft keinen sicheren Crash aus. In der Berichterstattung betont er vielmehr, dass Bitcoin aus seiner Sicht nicht zwingend einen klassischen 50-Prozent-Einbruch vom Hoch erleben muss, wie frühere Zyklen ihn teilweise kannten. Sein Basisszenario ist zunächst ein seitwärtses „Grinden“ über die nächsten Monate. Der Kern der Argumentation lautet: Es fehlt an starken, neuen Katalysatoren und vor allem an frischer Nachfrage. Als Signal nennt er, dass Kapitalzuflüsse „ausgetrocknet“ seien, und dass sich ein Teil der Aufmerksamkeit Richtung TradFi verschiebt. Der Zeitraum bis Ende März ist daher weniger eine Prophezeiung als ein Testfenster. Wenn bis dahin wieder echte Nettozuflüsse, Risikofreude und Momentum zurückkehren, kippt die These. Wenn nicht, bleibt der Markt anfälliger für negative Überraschungen.
Kapitalflüsse, On-Chain-Signale und Marktstimmung
Liquidität ist nicht glamourös, aber sie entscheidet meist darüber, ob ein Markt trendet oder steckenbleibt. In der Cointelegraph-Berichterstattung wird Ju direkt zitiert, dass die Kapitalzuflüsse in Bitcoin „dried up“ seien. CryptoQuant-Analysen nutzen dafür On-Chain-Indikatoren wie den Realized Cap, um einzuschätzen, ob netto neues Kapital ins Netzwerk kommt oder ob der Markt hauptsächlich Positionen umschichtet.
Drittens: Regulierung und institutionelles Positioning können Momentum drehen, selbst wenn On-Chain neutral wirktEin weiterer Punkt aus der gleichen Einordnung: Das Retail-Transaktionsvolumen unter 10.000 US-Dollar sei rückläufig, was zur These passt, dass der breite Retail-Impuls noch nicht zurück ist. Das alles ist eher ein Stagnations-Signal als ein Crash-Beweis. Es erklärt jedoch, warum Ausbruchsversuche häufig ohne Anschlusskäufe versanden, wenn frisches Geld fehlt.
Genau deshalb werden aktuell auch die ETF-Zuflüsse als Stimmungsbarometer genau beobachtet, denn sie zeigen, ob institutionelles Kapital wieder Mut fasst oder weiter abwartet. Ein Beispiel dafür ist, wie stark ETF-Zuflüsse zuletzt die Bitcoin-Bewegung beeinflusst haben, ein Faktor, der auch für die Einschätzung der nächsten Marktphase bis Ende Q1 entscheidend sein dürfte.
Makro-Umfeld, Sentiment und Crash-Risikofaktoren
Ob aus Seitwärts irgendwann Stress wird, entscheidet sich oft außerhalb des Charts. Erstens: Zins- und Liquiditätserwartungen steuern, wie viel Risiko der Markt tragen will, und Krypto bleibt hier ein Verstärker. Zweitens: Die Korrelation zu Tech-Aktien wird in risk-off Phasen häufig spürbarer, wenn Anleger Positionen vereinfachen und Volatilität abbauen. Drittens: Regulierung und institutionelles Positioning können Momentum drehen, selbst wenn On-Chain neutral wirkt.
Gleichzeitig ist der Markt nicht „aus“. In den ersten drei Handelstagen 2026 wurden für Spot-Bitcoin-ETFs laut Farside-Daten netto rund 925,3 Millionen US-Dollar Zufluss gemeldet, also ein klares Nachfrage-Signal. Beim Sentiment ist das Bild dagegen noch vorsichtig. Der Crypto Fear and Greed Index lag laut Berichten bei einem „Fear“-Wert von 28. Genau diese Mischung aus realer Nachfrage und verhaltener Stimmung passt zu einem Q1, das eher „zäh“ als euphorisch wirkt.
Maxi Doge (MAXI): Alternative Narrative im Krypto-Universum
Wenn Large Caps in einer Range festhängen, sucht ein Teil des Markts automatisch nach Assets, die über Narrative und Community Aufmerksamkeit ziehen. Maxi Doge (MAXI) positioniert sich in genau diesem Segment.

Das Projekt setzt in der Kommunikation stark auf ein ‚Maxi‘-Branding, also eine bewusst zugespitzte Meme-Identität mit Fokus auf Community-Dynamik und Aufmerksamkeit. Gleichzeitig wird MAXI als Presale-Token dargestellt, bei dem frühes Interesse über Staking und Community-Aktivierungen gebunden werden soll, während der Markt noch nach dem nächsten Risiko-Narrativ sucht.
Auf der offiziellen Seite werden Staking-Rewards über einen Smart-Contract-Pool genannt, dazu Community-Contests und Partner-Events als Aktivierungsmechaniken. Außerdem verweist das Projekt auf Smart-Contract-Audits durch SolidProof und Coinsult und nennt Ethereum als Basis-Chain. Das ist keine Erfolgsgarantie. Es ist aber die Art „Narrativ plus Mechanik“, die in Seitwärtsphasen häufiger Rotation-Kapital anzieht, weil Trader Bewegung suchen, während Bitcoin arbeitet.
Zwei plausible Ergebnisse bis zum 31. März: Seitwärts, Ausbruch oder Risikozone
Bis Ende März lassen sich zwei saubere, datengetriebene Szenarien skizzieren. Das neutral bis bullish Szenario: Kapitalzuflüsse stabilisieren sich, ETF-Flows bleiben konstruktiv, und Bitcoin verlässt die Range mit Volumen. Dann wäre Ju’s ‚boring sideways‘ eher eine Übergangsphase als ein Crash-Signal, vergleichbar mit der aktuellen Debatte, ob der Markt vor einem Absturz oder nur vor der nächsten Marktprüfung steht.
Das bearishere Szenario: Flows bleiben dünn, Makro wird risk-off, und jede Rally wird verkauft. Dann steigt die Wahrscheinlichkeit eines tieferen Retracements, nicht weil ein Crash vorprogrammiert ist, sondern weil ohne Nachfragepuffer jede negative Überraschung stärker durchschlägt.
Praktische Watchlist bis Ende Q1: Breakout-Volumen, Funding-Rate-Extrema, eine sichtbare Drehung bei institutionellen Flows, und ob Retail-Aktivität wieder anzieht.
Fazit
Ein Crash ist nicht die Kernaussage von Ki Young Ju. Die eigentliche Message lautet: Ohne frisches Kapital fehlt dem Markt häufig die Kraft für einen sauberen Trend, und genau deshalb wird Q1 2026 zum wichtigen Prüfstein. Bis zum 31. März ist die sinnvolle Planungsspanne, um zu beobachten, ob Zuflüsse, Sentiment und Nachfrage zurückkehren, oder ob der Markt in eine anfälligere Risikozone rutscht. Märkte liefern Signale, keine Gewissheiten.