XRP Prognose: Genau hier liegen die Stops, und gleich werden sie eingesammelt
XRP sieht auf den ersten Blick ruhig aus, aber genau das macht diese Phase so gefährlich, und so spannend. Wenn der Kurs in einer engen Range klebt, während im Hintergrund Hebel und dünne Orderbücher die Bühne bauen, reicht oft ein einziger Impuls und die Stops fliegen.
XRP Kurs heute: Warum der Markt auf einer Liquiditätsfalle sitzt
XRP klebt Anfang 2026 in einer engen Range und hängt wieder auffällig nah an der psychologisch schweren 2 Dollar Zone. Von außen wirkt das langweilig, im Orderflow ist es meist das Gegenteil: Positionierung baut Druck auf. Genau solche runden Marken ziehen Orders an wie ein Magnet, Einstiege, Ausstiege, Stop Loss, Take Profit, alles stapelt sich dort. Dass dieser Druck nicht nur theoretisch ist, hat man zuletzt am Rücklauf unter die 2 Dollar Marke gesehen, inklusive klarer technischer Warnsignale und Abfluss-Dynamik, wie in der Einordnung zu den jüngsten XRP-Abflüssen und Chart-Signalen beschrieben.

XRP Kurs, 22. Januar 2026 – Quelle: CoinMarketCap
„Stop Hunting“ klingt nach Verschwörung, ist aber in der Praxis oft reine Marktmechanik. Wenn zu viele gehebelte Longs ihre Stops knapp unter einem Support parken, wird dieser Bereich zur Liquiditätsquelle. Der Kurs sticht kurz darunter, Liquidationen feuern Marktorders ab, und plötzlich wird aus einem ruhigen Chart ein schneller Spike. Dasselbe passiert umgekehrt oberhalb von Widerständen, wenn Shorts gequetscht werden. Deshalb sehen Krypto Moves so oft „spiky“ aus, nicht smooth.
Unterm Strich zählen in so einer Phase Fundamentals weniger als Liquidität, Hebel und Timing.
Key Levels: Wo Long- und Short-Stops gestapelt sind
Bei XRP zählen aktuell Zonen, nicht einzelne Linien. Stops liegen selten millimetergenau, sie liegen gebündelt, und genau deshalb werden runde Marken so oft zum Magneten.
Wichtige Zonen (als Szenario-Map, nicht als Kursziel):
Support und Long-Stop-Zonen
- 1,95 bis 1,96 Dollar: kurzfristige “Hold”-Zone, hier verteidigen Käufer häufig die Range-Unterkante.
- 1,90 Dollar: psychologisch rund, typischer Bereich, in dem viele enge Long-Stops geparkt werden, ideal für einen schnellen Sweep.
- 1,85 bis 1,87 Dollar: nächster Liquiditätspool, weil dort zuletzt relevante Tagestiefs lagen, häufig der Punkt, an dem Kaskaden kurz “auslaufen”.
Widerstände und Short-Stop-Zonen
- 2,00 Dollar: Trigger-Zone und Psychomarke zugleich, darüber sitzen oft Shorts, die sich in einer Seitwärtsphase zu sicher fühlen. Welche Rolle genau solche Trigger-Bereiche spielen, ist auch in der Einordnung zu den entscheidenden Trigger-Zonen im aktuellen XRP-Setup gut aufgedröselt.
- 2,05 bis 2,10 Dollar: typische Zone nach Fehlausbrüchen, wenn der Kurs zurück in die Range springt, werden Shorts nervös, Momentum kann dann über Liquidationsdruck “beschleunigen”.
Warum das oft wie Chaos aussieht: Dünne Orderbücher machen den Markt empfindlich. Wenn im letzten Push viele überhebelte Nachzügler eingestiegen sind, liegen ihre Stops genau dort, wo der Markt am leichtesten Liquidität findet. Der Markt “sammelt” sie nicht aus Bosheit ein, er nimmt den Weg des geringsten Widerstands, und der führt fast immer durch die größten Liquiditätspools.
Kurz gesagt: Unter der Range liegen die Long-Stops, über der Range liegen die Short-Stops. Der erste Move ist häufig nur der Sweep, nicht die Richtung.
Makro-Treiber: Warum XRP wie ein High-Beta Bitcoin Proxy handelt
XRP handelt derzeit stark im Takt des Gesamtmarkts. In ruhigen, risk-on Phasen kann sich ein Altcoin mal abkoppeln, in risk-off Phasen passiert das selten. Dann wird alles wie ein Paket verkauft oder gekauft, und die Coins mit mehr Beta reagieren härter.
Was das konkret heißt: Wenn Bitcoin auf Makro-Schlagzeilen reagiert, Zinssorgen, geopolitische Spannungen, regulatorischer Newsflow, dann zieht das XRP mit. Nicht weil XRP plötzlich „schlechter“ oder „besser“ ist, sondern weil Risikoassets gemeinsam neu gepreist werden. Genau deshalb fühlt sich XRP in solchen Wochen oft wie ein Stimmungsbarometer an. Sobald der Markt nervös wird, werden Wicks häufiger, Breakouts kürzer, Fakeouts gemeiner.
Wenn Makro den Takt vorgibt, wird der Markt anfälliger für Sweeps, Stops liegen dichter, und ein kurzer Impuls reicht, um eine Kaskade zu zünden.
Bullish vs Bearish Szenarien: Was nach der Stop-Jagd passiert
Bearish Setup: Der Kurs fällt unter die Range, holt die eng platzierten Long-Stops, und aus dem kleinen Rutsch wird eine Kaskade. Danach kommt oft ein technischer Bounce, weil der Markt kurzfristig „sauber“ ist. Viele Schwache Hände sind raus, Liquidität wurde eingesammelt.
Bullish Setup: Der Kurs macht den klassischen Fake-Drop, wicked unter den Support, und dreht aggressiv zurück. Sobald er wieder über die zentrale Trigger-Zone springt, werden Shorts unruhig. Dann kann aus einem scheinbar harmlosen Reversal ein schneller Squeeze werden.
Trader Takeaway: Profis warten auf Bestätigung. Erst Sweep, dann Reclaim, dann Struktur. Wer den ersten Impuls jagt, wird oft zur Liquidität für den zweiten.
Bitcoin Hyper (HYPER): High-Risk asymmetrische Wette im Volatilitätsmarkt
In Märkten, in denen Volatilität die Hauptstory ist, rücken auch asymmetrische Setups stärker in den Fokus. Bitcoin Hyper (HYPER) positioniert sich als Bitcoin-orientiertes Layer-2-Konzept, mit dem Anspruch, Transaktionen schneller und günstiger zu machen und zusätzlich DeFi und Staking Use Cases zu ermöglichen.

Der Kern der Idee ist simpel: Wenn Bitcoin Skalierung, Utility und ein stärkeres Ökosystem als Narrativ wieder in den Vordergrund rücken, können Projekte, die genau darauf setzen, überproportional Aufmerksamkeit abbekommen. Der Presale-Charakter macht das Ganze natürlich zu einem High-Risk Play. Genau deshalb gehört HYPER in einen separaten Risiko-Bucket, nicht in den Teil, der für „Core“ gedacht ist.
Leichter, aber fairer Pitch: Als spekulativer Watchlist-Kandidat für den nächsten risk-on Schub kann HYPER interessant sein, solange du das Early-Stage-Risiko klar einkalkulierst.
Fazit: Erst Liquidität, dann Narrative
XRP steckt aktuell in einer Phase, in der Liquidität die Hauptrolle spielt. Stops, Hebel, Orderbuch-Tiefe und Makro-Stimmung entscheiden mehr als Einzelnews. Der nächste größere Move wird sehr wahrscheinlich dort starten, wo es den meisten weh tut, weil genau dort die meiste Liquidität liegt.
Wenn der Markt wieder risk-on schaltet, können XRP und spekulative Setups wie Bitcoin Hyper stark performen. Bis dahin gilt: Volatilität ist nicht das Problem. Volatilität ist das Spielfeld.